Der erste Tag in Borken begann mit Regen, kühlen Temperaturen und zunächst recht leeren Rängen, aber alles sollte sich stündlich bessern, bis sogar die Sonne zum Vorschein kam und angenehme Wärme brachte.

Den ersten Start hatte Beate (W55) über 800m. Ihre Konkurrentin Ulrike Steinhaus von der LG Friedberg-Fauerbach ist im letzten Jahr deutlich unter 3min. gelaufen, hatte aber verletzungsbedingt in diesem Jahr etwas Rückstand. So hatten wir uns eine Chance ausgerechnet. Beate ging gleich nach vorne und hielt ein gleichmäßiges Tempo bis zur Zielgeraden. Ulrike blieb aber dicht hinter ihr und ließ sich einfach nicht abschütteln. Die bessere Sprintstärke sollte dann für die Entscheidung zugunsten von Ulrike bringen. 3:05,00 zu 3:03,70 betrug am Ende die Differenz. Ein zweiter Start von Beate über 200m erbrachte einen weiteren Silberplatz. Gegen die deutsche Spitzenläuferin Helga Schüßler vom TSV Kirchhain war auf dieser Sprintstrecke nichts zu holen. 33,81 sind dennoch ein gutes Resultat für Beate.

Wolfgang Heinemann (M65) hatte sich per Nachmeldung für die 800m eingetragen. Es sollte sein erster Einsatz auf der Bahn nach mehr als 2 Jahren Abstinenz werden und es sah sehr gut aus. Er heftete sich sofort hinter den Favoriten Reinhard Schreiner vom TV Großen-Linden. Kurz davor noch der M60 Läufer Alexander Mellem vom TSV Obervorschütz. Fast gleichzeitig bogen alle drei Läufer dann auf die Zielgerade ein. Ein Spurt mit vollem Einsatz entwickelte sich, wobei „Flippo“ nur um 11/100-stel. Sek. Platz 1 verpasste, aber beide M65er ließen noch den M60 Läufer hinter sich und alle drei passierten mit einer 2:45-er Zeit die Ziellinie.

Gerd Peters (M55) hatte es in seinem ersten Einsatz gestern über 800m mit 3 Konkurrenten zu tun. Dauerrivale Gereon Bode hatte schon eine 2:27 stehen in diesem Jahr und Walter Fiedler von der LC Eschenburg galt ohnehin als Favorit. Vierter Starter Helmut Kleinmann vom TuSpo Borken sollte zu schaffen sein. Nach einem Ausrutscher am Start sortierte sich Gerd an dritter Position ein. Walter Fiedler und Gereon zogen aber gleich höllisch los und rissen eine kleine Lücke, die nur durch eine kurze Schwächefase der beiden noch hätte geschlossen werden können. Den Gefallen taten sie Gerd aber nicht, sondern kämpften in ca. 10m Abstand zu den Verfolgern selber um Gold und Silber. Gerd erreichte somit Platz 3 in Saisonbest von 2:29,58.

Im zweiten Einsatz über 100m lief Gerd noch eine 14,87 über 100m. Am Sonntag steht dann noch das Rennen über 1500m an.

Edwin Martin (M70) ging in drei Disziplinen an den Start. Das Kugelstoßen beendete er mit 11,28m – genau 0,6m hinter Platz 1 – auf dem Silberrang. Im Diskuswerfen gelang ihm gleich im ersten Versuch die Siegerweite mit 35,01m. Sein stärkster Gegner Arno Willershäuser von der LG Wettenberg kam ihm zwar Stück für Stück bis auf 5cm näher, aber reichen sollte es nicht mehr. Damit gab es die verdiente Goldmedaille für Edwin. Den Medaillensatz komplett machte er dann im Speerwurf. Für 31,18m gab es Bronze.

Gegen Abend griffen dann noch Herbert Wilke und Hubertus Henning ins Geschehen ein. Die 5000m standen an. Mit 19:08,77 für Hubertus sowie 18:03,98 für Herbert gab es zweimal Platz 1.

Am Sonntag sind dann weitgehend die jüngeren Seniorensportler im Einsatz.