Citylauf in Ansbach 

Dank des Maifeiertages stand ein langes Wochenende vor der Tür, und in fast jeder Region konnte gelaufen werden. Da fiel die Wahl schwer... Kassel, Hamburg, Bottendorf, Vöhl - oder ganz was Anderes? Ich habe mich für letzteres entschieden "ganz was Anderes". Meine Wahl fiel auf den Citylauf in Ansbach, eine der größten Laufveranstaltungen Nordbayerns. 

 

Ansbach ist mir bereits seit langem ein Begriff; bietet sich die sehenswerte markgräfliche Stadt doch als Zwischenstation im Rahmen eines Urlaubes in den Bergen an. Und bereits zu Schulzeiten wurde mein Interesse an der "Kasper-Hauser-Stadt" geweckt. 

 

Die Streckenführung versprach interessant zu sein: Auf allen angebotenen Distanzen wurden zwei Runden durch die historische Innenstadt gelaufen, bevor es dann auf geteerten und größtenteils flachen Wegen in das Ansbacher Umland ging. 

 

Ich hatte mich für einen Start über 10 Kilometer entschieden; zudem gab es einen Lauf über 6,4 KM und einen Halbmarathonwettkampf.

 

Über 1.400 Läufer auf den verschiedenen Distanzen wurden gleichzeitig auf die Strecke geschickt. Überraschenderweise blieb das zu erwartende Chaos aus; bereits nach wenigen Metern hatte sich die Läuferschar entzerrt, und man konnte im eigenen Tempo und Rhythmus laufen.

Den Rhythmus gaben höchstens die Samba-Gruppen und der Spielmannszug der Stadt Ansbach vor, die an verschiedenen Streckenabschnitten positioniert waren. 

 

Bei dieser Masse an Läufern war es natürlich nicht möglich, die eigene Platzierung im Auge zu behalten, so dass ich am Ende überrascht war, mich im Gesamtfeld so gut geschlagen zu haben. In einer Zeit von 43:36 Minuten gelang mir der Altersklassensieg der AK W 35 und zudem der 3. Platz unter immerhin über 200 Frauen auf der 10-Kilometer-Distanz. Ansbach war also wieder mal eine Reise wert!