Zittauer Gebirgslauf
Der Zittauer Gebirgslauf stand schon lange auf meiner Lauf-Wunschliste, und in diesem Jahr konnten wir endlich daran teilnehmen. Um das Zittauer Gebirge im Landkreis Görlitz auch ganz intensiv erlaufen zu können, haben wir uns für die Langstrecke entschieden: 36 Kilometer und 1.000 Höhenmeter (Werbeslogan des Veranstalters: Teste deine Grenzen!).
Ein Großteil der Höhenmeter befand sich auf den ersten 15 Kilometern - die Muskeln brannten, und ich war hier schon physisch richtig platt. Wie sollte ich noch weitere 21 Kilometer laufen können? War das bereits der Test meiner Grenzen?
Überraschenderweise ging es, und zwar sehr gut.

Der Lauf machte Freude, und die unzähligen Eindrücke ließen bald das Gefühl der Erschöpfung verblassen. Fast die ganze Strecke wurde im Wald gelaufen - wann war ich jemals mehr als 30 Kilometer am Stück im Wald unterwegs gewesen?
Abschnittsweise lief man an der tschechischen Grenze entlang, konnte weite Blicke in das Dreiländereck oder auf beeindruckende Felsformationen genießen - allerdings war auch Konzentration auf die Strecke erforderlich, sonst drohten das Verlaufen oder sogar Stürze. Bei einigen technisch anspruchsvollen Downhillpassagen schickte ich gedanklich ein kleines Dankeschön an unseren Trailrunning-Coach Sebastian, der uns bei einem Workshop in das sichere Bergablaufen eingeweiht hatte.

Meine Kräfte habe ich mir auf dieser anspruchsvollen Strecke gut eingeteilt - so konnte ich jenseits der berühmt-berüchtigten 30-Kilometer-„Schwelle“ mehrere Läufer einholen, Plätze gutmachen und ohne Tempoverlust bis ins Ziel weiterlaufen.
Dort sicherte ich mir nach 3:19:58 h den sechsten Platz in der Damenwertung und somit einen der Ehrungsränge (2. AK W40).

Rainer wartete bereits auf mich und freute sich über den dritten Platz seiner Altersklasse M55. Er war nach 3:12:19 h wieder auf dem Sportplatz in Olbersdorf, auch begeistert von diesem Mittelgebirgslauf.

Bei der Siegerehrung gab es großzügige Geschenke in Form von Gutscheinen für Restaurants, Thermen und Museen, so dass wir in den nächsten Tagen noch genug Gelegenheiten haben, die idyllische Landschaft im Dreiländereck Deutschland - Polen - Tschechien kennen zu lernen!